Grünen Pool reinigen und von Algen und anderem Schmutz befreien
„Froschwasser“ im Pool ist kein Vergnügen und hebt die Laune ganz sicher nicht. In der heißen Sommerzeit ist der Pool geradezu ein Tempel, in dem Sie sich abkühlen möchten. Wenn Sie also ein Problem haben und Ihren Pool von grünen Algen und anderen Verschmutzungen befreien möchten, lesen Sie die folgenden Zeilen gründlich.
Trübes Wasser im Pool muss auf jeden Fall behandelt werden. Vergessen Sie aber nicht, dass sich dieses Problem mit der richtigen Pflege und der richtigen Chemie in der richtigen Menge vermeiden lässt. Mehr über die richtige Filterung lesen Sie übrigens in einem weiteren Artikel.
Wie entsteht grünes Wasser im Pool?
Algen im Pool? Wie werden Sie grünes Wasser los? Welche Chemie eignet sich für den Pool? Hilft Savo im Pool? Diese Fragen kommen Ihnen bei einer solchen Katastrophe in den Sinn. Das Wasser im Pool ist schlicht wegen mangelnder Pflege verschmutzt, da muss man sich nichts vormachen. Es reicht nicht automatisch, einmal pro Woche eine Chlortablette hineinzulegen, und schon ist das Wasser „aus dem Schneider“. Meist entsteht das Problem, weil das Poolwasser nicht richtig behandelt oder zu niedrig dosiert wurde.
Damit Sie sich in den Begriffen rund um Algenbildung sowie trübes oder schmieriges Wasser zurechtfinden, haben wir hier die wichtigsten Grundbegriffe zusammengestellt. Mit ihnen können Sie bestimmen, warum gerade Ihr Pool grünes Wasser hat.
Wasserhärte
Wenn Sie Ihren Pool mit Brunnenwasser befüllen, wird es Sie vielleicht überraschen, dass dieses Wasser oft mittelhart bis sehr hart ist. Je härter das Wasser, desto mehr Kalzium, Magnesium und andere Mineralien lagern sich mit der Zeit ab. Die Wasserhärte lässt sich mit einer Wasseranalyse messen. Der ideale Wert der Wasserhärte im Pool liegt bei 180 bis 250 mg/l (Mineralien pro Liter).
Säure- oder Basengehalt des Wassers
Die pH-Skala reicht von 1 bis 14, wobei der Wert 7 neutral ist. Oberhalb von 7 wird das Wasser basisch, darunter saurer. Ist Ihr pH-Wert also zu hoch, sind Ablagerungen oder schmieriges Wasser typische Begleiterscheinungen. Ist der pH-Wert zu niedrig, führt das nach dem Baden meist zu Brennen oder Juckreiz. Der richtige Wert sollte bei 6,8 bis 7,4 liegen.
pH-Wert senken oder anheben
Den pH-Wert senken sollten Sie also, wenn das Wasser trüb, schmierig oder grünlich verfärbt ist oder sich im Pool Algen bilden. Den pH-Wert anheben müssen Sie meist dann, wenn das Baden unangenehm ist. Sie merken das auch daran, dass Ihre Haut zu jucken beginnt.
Desinfektion, Desinfektion und nochmals Desinfektion
Für die chemische Wasseraufbereitung im Pool gibt es heute viele Möglichkeiten. Sie können zwischen Mitteln mit und ohne Chlor wählen, wobei die Chlorvariante etwas wirksamer ist, vor allem wenn der Pool regelmäßig genutzt wird. Wenn Sie sich für ein flüssiges Mittel entscheiden, gießen Sie die erforderliche Menge in der Nähe der Filteranlage ins Wasser. Poolchemie in Tablettenform legen Sie am besten direkt in den Behälter, durch den das Wasser über den Filter in den Pool strömt. Den Chlorwert im Pool können Sie mit einem Tropftester kontrollieren. Ideal ist ein Wert von 0,3 bis 0,5.
Algen und trübes Wasser loswerden
Wenn sich in Ihrem Pool Algen bilden und Sie den pH-Wert oder die Wasserhärte bereits angepasst haben, versuchen Sie es noch mit Savo. Um trübes Wasser und Algen im Pool zu beseitigen, beträgt die empfohlene Dosierung 240 ml/m3. Lassen Sie die Filteranlage immer eingeschaltet. Bei normaler Dosierung geben Sie etwa 80 ml/m3 Savo in den Pool. Der Vorteil: Schon 30 Minuten nach der Desinfektion können Sie wieder baden.
Neben den Algen müssen Sie aber auch Schlamm und Schmutz loswerden. Dafür empfiehlt sich ein sogenanntes Flockungsmittel, das die Schmutzpartikel ausfällt. Anschließend können Sie sie sogar mit einem gewöhnlichen Kescher abfischen.
Filterung
Damit die Dosierung der Chemie sinnvoll ist, brauchen Sie eine gute Filteranlage. Bei günstigen, meist kleineren Pools (Aufstellpools zum Aufblasen) kommen Kartuschenfilter zum Einsatz, die das Wasser nur wenig klären. Entscheidend ist die Feinheit (Körnung) des Filters. Sandfilter halten auch kleinere Schmutzpartikel zurück. Filterbeutel sind noch deutlich feiner und fangen fast alles auf, was im Wasser auftaucht.
Mechanische Reinigung
Wenn die Algenbildung überhandnimmt und sich die Algen auch am Poolboden festsetzen, hilft nur noch eine mechanische Reinigung. Algen lagern sich am Boden oder an den Wänden des Pools ab. Neben dem Kescher, mit dem Sie sichtbaren Schmutz regelmäßig von der Wasseroberfläche entfernen sollten, gibt es auch Poolsauger. Zur Wahl stehen halbautomatische Sauger, die Sie an die Filteranlage anschließen und dann mit dem Saugen beginnen.
Wenn Ihnen auch das nicht genügt, erledigt ein automatischer Poolroboter alles für Sie. Sie müssen ihn nur einstellen und die Zeit programmieren. Um den Rest kümmert er sich selbst.
Schauen Sie sich nach dem Lesen auch unsere weiteren Artikel an, zum Beispiel 8 Tipps für die besten Pools, oder lassen Sie sich von der Paleo-Diät inspirieren.









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