Wie oft und wie lange sollte man den Pool filtern?
Ein Pool im eigenen Garten mit kristallklarem Wasser ist wohl für fast jeden ein Traum. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Es genügen ungünstiges Wetter, hohe Temperaturen oder Wind, der Schmutz in den Pool weht, und das Wasser beginnt zu kippen. Was tun? Schaffen Sie sich eine Filteranlage an. Und wie lange sollte man den Pool filtern?
Den Pool filtern, woran sollte man sich orientieren?
Achten Sie bei der Auswahl auf die Filterleistung. Auf dem Markt gibt es Pools in verschiedenen Größen, und mit der Größe ändert sich auch die erforderliche Filterleistung. Wie berechnet man sie? Teilen Sie das Poolvolumen durch vier. Das Ergebnis ist die sogenannte Kubikleistung der Pumpe. Die Filterleistung sollte nie geringer sein als die Kubikleistung der Pumpe. Ideal ist eine höhere Leistung, vor allem dann, wenn die Filteranlage weiter vom Pool entfernt steht, das Gelände uneben ist oder Sie zusätzlich eine Solarheizung, eine Wärmepumpe oder einen Poolsauger verwenden.

Sie können auch eine Kartuschen- oder Sandfilteranlage ausprobieren! Kartuschenfilter werden für kleinere Pools mit einem Volumen von höchstens 8 m3 eingesetzt, Sandfilter eignen sich für Pools mit größerem Volumen.
Wie oft sollte man den Pool filtern?
Das Poolwasser sollte mindestens zweimal täglich durch den Filter laufen, bei intensiver Nutzung des Pools ruhig auch öfter. Die Filterzeit teilen Sie am besten in mehrere Abschnitte auf, zum Beispiel mit Intervallen von etwa einer Stunde. Filtern Sie das Wasser nie, während Sie baden. Wenn die Filteranlage läuft, darf sich niemand im Pool aufhalten. Die Filteranlage filtert das Poolwasser in etwa 4 bis 5 Stunden einmal durch.
Wichtig ist auch die Wartung der Filteranlage
Damit die Filteranlage genau so funktioniert, wie sie soll, muss sie gepflegt werden. Kontrollieren Sie mindestens einmal pro Woche den Filter und spülen Sie den Schmutz aus ihm heraus.
- Haben Sie einen Kartuschenfilter? Dann spülen Sie jede Woche den Schaumstofffilter durch. Den Papierfilter tauschen Sie regelmäßig aus.
- Verwenden Sie einen Sandfilter? Spülen Sie den Sand jede Woche per Rückspülung.
Neben der regelmäßigen Filterung muss das Wasser auch aufbereitet werden. Damit das Poolwasser klar bleibt, reicht es nicht, den Filter zweimal täglich laufen zu lassen. Sie müssen auch Werte wie pH-Wert, Wasserhärte, Alkalinität und den Gehalt an freiem Chlor im Wasser im Blick behalten.

Welche Werte sollten eingehalten werden?
- Wasserhärte höchstens 18 °dH
- Gehalt an freiem Chlor im Bereich von 0,3 bis 0,6 mg/l
- Alkalinität zwischen 80 und 120 ppm
- pH-Wert im Bereich von 7 bis 7,4
Tägliche Pflege für einen schönen Pool
Schmutz entfernen: Was auf den Boden gesunken ist, kehren Sie zusammen und saugen es ab. Was auf der Wasseroberfläche schwimmt, fischen Sie sofort mit einem Kescher heraus, so sparen Sie sich zusätzliche Arbeit mit dem Filter. Leichter wird es, wenn Sie den Pool mit einer Plane abdecken.
Poolwände reinigen: Kalk, Staub, Fett und anderer Schmutz bilden an den Poolwänden auf Höhe der Wasserlinie gern den typischen schwarzen Rand. Das ist nicht nur ein optisches Problem, sondern auch ein Nährboden für Algen und Trübungen. Den Schmutz können Sie mit selbstständig arbeitenden Robotern oder Saugern entfernen oder ihn von Hand mit einer Bürste und einem speziellen Reinigungsmittel abschrubben (keinesfalls mit Seife oder Spülmittel!).
Ausreichend filtern, abhängig von Poolgröße, Lufttemperatur und Wasserzustand. Die Filterzeit liegt zwischen 4 und 8 Stunden täglich, empfohlen wird eine Aufteilung in Abschnitte von zwei Stunden. Spülen Sie die Filtereinlage mindestens einmal pro Woche durch.
Regelmäßige Kontrolle des pH-Werts und der Konzentration an freiem Chlor.
Damit kein Schmutz ins Wasser gelangt, stellen Sie am besten in der Nähe des Pools eine Wanne mit Wasser auf, in der sich jeder vor dem Betreten des Pools die Füße wäscht.
Empfohlene Dosierung einhalten
Bei zu hohen Desinfektionsmitteldosen geben Sie unnötig Geld aus und riskieren zudem Hautreizungen. Wenn Sie es mit der Dosierung des Flockungsmittels übertreiben, kann eine opaleszierende Trübung entstehen, die sich nicht am Boden absetzt und sich nicht absaugen lässt. Bei einer zu hohen Dosis pH-Minus baden Sie in Säure, im umgekehrten Fall, wenn Sie es mit pH-Plus übertreiben, wirkt die Desinfektion nicht.
Der Hit der letzten Jahre, salzwasser
In den letzten Jahren steigen viele auf Salzwasser um. Es hat viele Vorteile, zum Beispiel löst es keine allergischen Reaktionen aus, riecht nicht, hält das Wasser schön sauber und reizt die Augen nicht. Die Menschen sind mit dieser Technologie sehr zufrieden! Auch ich persönlich kann sie wärmstens empfehlen.
Zu einer guten Pflege trägt auch eine Poolabdeckung nach der Badesaison bei, von denen es auf dem Markt mehr als genug gibt. Von günstigeren Varianten wie etwa einer aufblasbaren Poolkuppel eines tschechischen Erfinders bis hin zu sehr teuren Überdachungen, wie man sie aus amerikanischen Filmen kennt.
Manchmal bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als doch zur Chemie zu greifen. Sie möchten im Pool baden, dafür haben Sie ihn ja, und Sie wollen nicht den ganzen Sommer damit vergeuden, das Wasser „ohne Chemie“ aufzubereiten.

Weitere Inspiration rund um Pools finden Sie in unseren anderen Artikeln, zum Beispiel wie Sie einen grünen Pool reinigen, 8 Tipps für die besten Pools oder alles zum Vagusnerv.





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