Die 7 schönsten Gärten der Toskana
Die Toskana ist bekannt für gutes Essen, Mode, Wein und Sehenswürdigkeiten, meist im Stil der Renaissance. Ja, die Toskana ist die Wiege der Renaissance. Zur Region gehören zahlreiche Städte und Orte, die einen Besuch wert sind. Und zwar sowohl zur Zeit der Sonnenblumenblüte als auch im Herbst, wenn ein Stadtbummel vor allem dank der angenehmen Temperaturen erträglicher wird. In den folgenden Abschnitten entdecken Sie die 7 schönsten Gärten der Toskana, für die sich ein Ausflug lohnt.
1. Garten der Villa di Poggio a Caiano
Der Garten rund um die Villa der Familie Medici stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war der Garten eher verwildert, ohne Brunnen und Skulpturen. Alles änderte sich erst 1813, als sich der französische Architekt Louis Martin Berthault entschloss, einen weitläufigen Park anzulegen. Wenn Sie den Garten heute besuchen, fesseln Sie ein riesiger Brunnen und ein weitläufiger Garten voller Bäume.
2. Barockgarten der Villa Garzoni
Der Garten rund um die Villa Garzoni zählt zu den bedeutendsten Barockgärten in der Toskana. Maßgeblich daran beteiligt war Filippo Juvara, danach Ottaviano Diodati, der den Skulpturenschmuck und den Sommerpavillon entwarf. Besonders interessant ist, dass der Skulpturenschmuck aus Terrakotta besteht. Auch die Gartenmöbel sind aus Terrakotta gefertigt. Wenn Sie sich für einen Besuch im Garten der Villa Garzoni entscheiden, werfen Sie auch einen Blick in das Gewächshaus, in dem Sie eine Dauerausstellung lebender tropischer Schmetterlinge finden.
4. Garten der Villa Grabau
Das historische Anwesen Villa Grabau liegt nur 7 km vom Zentrum der Stadt Lucca entfernt. In einer absolut traumhaften Umgebung ist die Villa von berühmten Anwesen umgeben, die einst bekannten Adelsfamilien gehörten. Kein Wunder. Die Gegend ist fruchtbar und reich an Wild, das bei der besonders genießerischen Aristokratie sehr beliebt war. Was Sie beim Besuch des Gartens beeindrucken wird, ist das Gewächshaus Lemon Tree aus dem 17. Jahrhundert. Im Inneren stehen über 100 Zitronenbäume. Außerdem entdecken Sie darin auch einen kleinen Wandbrunnen.

4. Garten Reale
Der spätbarocke Garten wurde ursprünglich für Napoleons Schwester Elisa Baciocchi Bonaparte angelegt. Elisa konnte sich an Villa und Garten nicht lange erfreuen. Im Jahr 1814, nach der Niederlage ihres Bruders und seinem anschließenden Exil, fiel das Anwesen in die Hände von Maria Luisa von Bourbon. Sie ließ vor allem den unteren Teil der Gärten umgestalten. Blickfang ist ein rechteckiges Wasserbecken, eingefasst von einer Hecke. Ergänzt wird der Garten durch den Pavillon Grotta del Dio Pan, der Sie mit seiner barocken Pracht begeistern wird.

5. Tarot-Garten
Dieser Ort lässt vielen Besuchern keine Ruhe. Dachten Sie, Gaudís Casa Batlló sei so extravagant, dass nichts sie so leicht übertreffen kann? Da haben Sie sich geirrt. Dieses „Etwas“ liegt im Süden der Toskana, nahe dem Städtchen Capalbio. Geschaffen wurde der Garten von der berühmten französischen Bildhauerin Niki de Saint Phalle, die sich von den 22 Karten der Großen Arkana des Tarot inspirieren ließ. Für Menschen, die sich für Esoterik begeistern, ist es ein inspirierender Ort, für Realisten eher schwer verdaulich. In unverwechselbarem Stil verbinden sich hier moderne Einflüsse mit dem historischen Erbe der umliegenden Gärten und mit der universellen Symbolik der einzelnen Tarotfiguren. Die gesamte Anlage wird von der Skulptur der Herrscherin beherrscht, in Gestalt einer mächtigen Sphinx, in deren Innerem sich auch das Atelier der Künstlerin befindet.
6. Garten der Villa Torrigiani
Der Garten wurde um 1650 von der Familie Santini, den Besitzern der Villa, angelegt. Den herrlichen Ort bereichern 700 Zypressen, die die Mitte der Villa betonen. Am Ende des Gartens finden Sie ein kleines „Dörfchen“, in dem die Dienerschaft wohnte. Im Garten gibt es Volieren, eine Fischzucht und den geheimnisvollen Ort Nyphaeum of Winds.
7. Garten Pfanner
Neben einem schönen Garten finden Sie hier auch die erste Brauerei in Lucca. Mit dem Bau begann die Familie Moriconi, die das Anwesen jedoch aus Geldmangel verkaufen musste. So beauftragten die neuen Besitzer (die Familie Controni) Domenico Martinelli mit der Fertigstellung des Baus (er wirkte unter anderem auch am Schloss Austerlitz, tschechisch Slavkov, mit). Anschließend entstand unter maßgeblicher Mitwirkung von Filippo Juvara auch der Garten. Damals trafen sich hier unter der Pergola am Eingangstor viele Bewohner der Stadt, um zu sitzen und in schöner Atmosphäre ihren Krug Pfanner-Bier zu genießen.
Entdecken Sie die Schönheit toskanischer Gärten und finden Sie Geschichte und Inspiration. Da Schönheit wirklich subjektiv ist, kann man sie in ganz unterschiedlichen Formen sehen. Machen Sie sich also auf die Suche, am besten in der Toskana.
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