Funktionalismus, so gestalten Sie Einrichtung und Möbel
Zur modernen Architektur gehört auf jeden Fall der Funktionalismus, der in den 1930er-Jahren aufkam. Übrigens erlebt dieser bemerkenswerte Stil heute ein Comeback. Wie bei anderen Stilen auch finden Sie darin vor allem Schlichtheit, Geometrie und klare Linien.
Die wichtigsten Merkmale des zeitlosen Funktionalismus
- Strenge
- Schlichtheit
- Geometrische Formen
- Details
Der Funktionalismus legt keinen Wert auf Verzierungen, wie es etwa beim Jugendstil der Fall ist. Ein solches Gebäude erkennen Sie an abgerundeten Fensterprofilen, die meist über Eck verlaufen, und an der kantigen Form des Baus mit Flachdach.
Was gehört in den Innenraum?
Wie bereits erwähnt: Es geht um Klarheit und scharfe Linien, die sich mit runden Formen abwechseln. Als Material werden am häufigsten klares oder mattes Glas und Metall verwendet. Bei Möbeln ist Chrom das gängigste Material. Weitere typische Accessoires sind Vasen, Skulpturen, Kunstbilder und farbige Akzente. Scheuen Sie sich nicht, alte und neue Elemente zu kombinieren, solange sie ein stilistisch und typologisch abgestimmtes, harmonisches Ganzes ergeben.
In einer funktionalistisch eingerichteten Wohnung machen sich zum Beispiel restaurierte Stücke aus der Zeit und deren Repliken hervorragend. Halten Sie auf Flohmärkten oder Dachböden Ausschau nach gusseisernen Heizkörpern, gepolsterten Sesseln und Ledersesseln oder einem großen Bücherregal. In Galerien können Sie sich dagegen nach abstrakten Gemälden nationaler Künstler oder nach Designstücken umsehen.
Welcher Boden passt in eine funktionalistische Wohnung?
Im funktionalistischen Stil verdienen die Wände besondere Aufmerksamkeit. Denken Sie über Anstrich, Wandverkleidungen oder Tapeten nach. Probieren Sie zum Beispiel dekorativen Spachtelputz, Marmor oder eine Verkleidung aus Steinfurnier.
Tapeten im funktionalistischen Stil
Der Funktionalismus zeigt sich beim Wohnen auch in Tapeten. Klassische Papiertapeten haben ihren Zenit zwar überschritten, probieren Sie stattdessen zum Beispiel Vlies- oder Vinyltapeten. Am besten eignen sich Retromotive, geometrische Formen oder Mosaikmuster
Die Wahl der Möbel
Schlichtheit. Das war das Synonym für Möbel aus der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Deshalb sollten in Ihrem Interieur Stücke aus hochwertigem poliertem, aber auch gebogenem Holz, Metall oder Chrom dominieren. Wenn Sie wuchtige Schränke besitzen, trennen Sie sich lieber davon. Im Funktionalismus sind Kleiderschränke das Hauptelement. Probieren können Sie auch Klappbetten, Klapptische und Sitze oder Ablagewände mit Garderobenhaken.
Und was ist mit der Dekoration?
Wie bereits erwähnt, stehen Dekorationen nicht im Vordergrund. Nach den Grundsätzen des Funktionalismus sollten Dekorationen vor allem eine bestimmte Funktion erfüllen. Schaffen Sie sich deshalb originelle Blumenvasen und eine Glasuhr an. Scheuen Sie sich nicht, zu verfeinern und vielfältig zu kombinieren. Stellen Sie Schwarz-Weiß-Fotografien aus, hängen Sie ein Stillleben an die Wand oder besorgen Sie sich die Kopie eines Gemäldes eines bedeutenden Meisters jener Zeit. Verhängen Sie die Fenster mit schweren Vorhängen und vergessen Sie nicht, einen Teppich auf den Boden zu legen, am besten mit geometrischem Muster.
Was den Garten betrifft, versuchen Sie, einen Pool zu integrieren. Auch er war Bestandteil von Villen im funktionalistischen Stil. Nicht vergessen dürfen wir auch einen natürlichen Zaun, der jedem Garten die richtige Note verleiht.

Wo finden Sie Inspiration?
Für den funktionalistischen Stil müssen Sie nicht weit fahren. Als Beispiele nennen wir die luxuriöse Villa Müller in Prag im Viertel Ořechovka, den Messepalast (Veletržní palác), die Barrandov-Terrassen (Barrandovské terasy) oder die beliebte Villa Tugendhat.
Der Funktionalismus ist ein interessanter Stil, mit dem Sie Ihr Zuhause auch heute einrichten können. Scheuen Sie sich also nicht, einen Flohmarkt oder ein Antiquitätengeschäft zu besuchen.







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