Zierlauch erfolgreich anbauen
Zierlauch blüht Ende Frühjahr mit violetten, kugelförmigen Blütenständen mit einem Durchmesser von bis zu 15 cm. In jedem Garten sorgt er für einen schönen Effekt, der den Garten zu etwas Einzigartigem macht. Und wie beim gewöhnlichen tschechischen Knoblauch ist auch der Anbau von Zierlauch gar nicht so schwer. Probieren Sie ihn zum Beispiel neben Lavendel aus, zusammen mit dessen Blüten wird er garantiert ein Blickfang sein.
Lauch richtig anbauen
Ursprünglich stammt Zierlauch aus der sonnigen Steppe, deshalb mag er sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Auch eine geringere Nährstoffversorgung und kurzzeitiger Wassermangel machen ihm nichts aus. Zwiebelpflanzen wie Tulpen oder Narzissen, die hervorragend dazu passen, pflanzen Sie im Herbst, am besten Ende September oder im Oktober. Die Pflanze blüht meist Ende Frühjahr und Anfang Sommer, manche Sorten aber auch im August. Wenn Sie die Pflanzen nicht an einen anderen Ort umsetzen möchten, müssen Sie die Zwiebeln nicht aus der Erde nehmen, denn sie überstehen den Winter gut.
Zierlauch können Sie nicht nur in Beeten anbauen, sondern auch in Gefäßen auf Balkon oder Terrasse. Pflanzen Sie ihn aber auch entlang von Wegen. Neue Zwiebeln sollten Sie mindestens etwa 10 cm tief setzen, größere Zwiebeln auch tiefer (15 bis 20 cm). Aber Vorsicht: Zwiebeln in Gefäßen nehmen Sie im Winter besser heraus und lassen sie an einem kühlen, dunklen Ort überwintern, zum Beispiel im Keller, denn im Gefäß könnten sie bei stärkerem Frost und niedrigen Temperaturen durchfrieren.
Zierlauch ist nicht nur sehr dekorativ, er hat auch weitere nützliche Eigenschaften. Zum einen ist er sehr attraktiv für Insekten wie Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge, die Sie damit in Ihren Garten locken. Zum anderen duften seine Blätter und Blüten, wie der Name schon verrät, leicht nach Knoblauch, was viele Schädlinge stört. Deshalb lohnt es sich, diese Pflanzen auch in Beete zu setzen, in denen Sie gewöhnliches Gemüse wie Salat, Karotten oder zum Beispiel Erdbeeren anbauen.
Die beliebtesten Sorten
- Blauer Lauch: eine niedrigere Sorte, die meist schon im Juni blüht.
- Kugelköpfiger Lauch: blüht im Juli und wird 40 bis 80 cm hoch.
- Riesenlauch: kann bis zu 180 cm hoch werden und blüht im Mai oder Juni
Niedrige Zierlaucharten
Wie bereits erwähnt, ist Zierlauch im Allgemeinen anspruchslos und braucht keine besondere Umgebung. Höchstwahrscheinlich gelingt Ihnen der Anbau auch in Steingärten am Hang, in nährstoffärmeren Böden oder auf extensiven Gründächern. Zu den weniger bekannten niedrigen Arten gehören:
- Gebirgslauch: hat wunderschöne rosa Blüten. Er stammt aus dem Kaukasus und gedeiht deshalb besonders gut im Steingarten.
- Goldlauch: wird bis zu 40 cm hoch und seine niedrigen Stängel ragen kaum über die Blätter hinaus. Er blüht von Mai bis Juni.
- Blauzungenlauch: blüht ab April und ist an seinen kräftigen Blättern zu erkennen. Die Pflanzen werden bis zu 25 cm hoch.
Die Zwiebeln halten im Boden durch
Und zwar mehrere Jahre, meist 3 bis 5 Jahre. Wie bereits erwähnt, braucht Zierlauch vor allem einen sonnigen und eher trockenen Standort. Nassen oder schweren Boden mag er nicht.
An einem geeigneten Standort vermehrt sich Zierlauch auch leicht durch Tochterzwiebeln, die sich am Grund der Mutterzwiebel bilden. Diese können Sie im Herbst abtrennen und einzeln einpflanzen. Die daraus wachsenden Pflanzen blühen nach zwei bis drei Jahren.
In die Nudeln kommt Zierlauch zwar nicht, aber in Ihrem Garten oder auf Ihrer Terrasse sieht er großartig aus.



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