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5 Tipps, wie Sie ein Haus aus Containern bauen

Von Dana Beková, 19. 7. 2022
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Es gibt viele Gründe, sich für das Wohnen in Containern zu entscheiden. Das kann Ihre Abenteuerlust sein, Genügsamkeit, der Wunsch nach Selbstversorgung oder die günstigen Kosten. Sie sollten sich aber gut überlegen, was Sie für einen solchen Bau benötigen.

Entscheidend ist der Zustand Ihres Containers.

Schätzungen zufolge gibt es rund 170 Millionen Container. Ob sie an Land stehen und auf Fracht warten oder außer Dienst sind, lassen wir beiseite. Schwieriger ist es mit der Qualität. Es ist nicht ganz einfach, eine Garantie dafür zu bekommen, dass genau Ihr Wunschcontainer (oder Ihre Container) nur eine einzige Überseefahrt hinter sich hat. Er kann auch mehrere Jahre auf See verbracht haben, was sich vermutlich deutlich auf seine Lebensdauer auswirkt.

1. Wie lange hält ein Haus aus Containern?

Geschätzt werden etwa 25 Jahre. Viel hängt davon ab, ob Ihr Container auf See unterwegs war oder eher an Land genutzt wurde. Und es ist nicht gerade einfach, einen zu finden, der die ganze Zeit in einem überdachten Lager auf Sie gewartet hat. Am einfachsten ist es daher, sich einen neu gefertigten Container direkt ab Werk liefern zu lassen. Rechnen Sie aber damit, dass dies keine günstige Variante ist.

Lassen Sie sich den Container besser direkt ab Werk liefern.

2. Größen und Höhe des Containers

Der einfache und günstigste Klassiker ist der Sechs-Meter-Container (Außenmaß 6 058 mm, Innenmaß 5 867 mm) mit einer Innenhöhe von 2 385 Millimetern. Es gibt aber auch HC-Varianten (High Cube, mit einer Deckenhöhe von 2,9 Metern). Beide Typen sind sehr beliebt, weil sie sich auch als Werkstatt, Lager, Garage für Motorräder und Fahrräder oder als freistehender Anbau an Haus oder Ferienhaus nutzen lassen.

Die Vielfalt der Formen spiegelt sich auch im Preis wider. Ohne MwSt. beginnen die einfachsten Varianten meist bei 40 000 CZK (etwa 1 600 EUR), für ungewöhnliche oder besonders gut erhaltene bzw. unbenutzte Modelle können es aber bis zu 200 000 CZK (etwa 8 200 EUR) werden. Übertriebene Sparsamkeit zahlt sich nicht aus, und oft sollte man sich das Produkt direkt vor Ort ansehen.

Sparen Sie nicht beim Containerkauf. Es könnte sich rächen.

3.  Vergessen Sie die Transportkosten nicht

Direkt an der Quelle, also in einem großen Depotlager an der Küste, ist die Anschaffung eines ausgemusterten Containers günstiger. Rechnen Sie jedoch mit dem Transport. Und ein Exemplar, das Sie sich von Hamburg nach Česká Lípa schicken lassen, kommt Sie gewiss nicht billiger. Kalkulieren Sie außerdem gleich eine Bearbeitungsgebühr für den Kran ein. Ein zwanzig Fuß (sechs Meter) oder vierzig Fuß (zwölf Meter) langer Frachtcontainer ist kein Leichtgewicht, und mit einem Gewicht von 2,2 bis 3,9 Tonnen bewegen Sie ihn nicht einfach so.

Die Wahl des Transportunternehmens und des Containers kommt im gesamten Ablauf aber eher in der Mitte. Zuerst müssen Sie nämlich ein Grundstück sichern und herrichten sowie die nötigen Genehmigungen einholen. Längst nicht überall dürfen Sie einen bewohnbaren Container aufstellen (etwa in einem Landschaftsschutzgebiet, tschechisch CHKO), und die Anschlüsse an Wasser, Abwasser und Strom müssen fertig sein, bevor die riesige Kiste ankommt.

Nach dem Einbau lässt sich am Innenraum nichts mehr ändern.

4. Modular oder mobil

Wenn es ums Wohnen geht, wird über Container in Superlativen gesprochen, als geniales Beispiel für modulares und mobiles Wohnen. Denn man kann sie (rein theoretisch) überall aufstellen. Aber das gilt für Häuser doch auch, oder? Und was die gepriesene Mobilität betrifft: Sobald Sie den Container einmal an einem bestimmten Ort aufgestellt und angepasst haben, passt er an keinen anderen mehr. Wenn Sie aus Containern ein verbundenes Wohnpuzzle bauen, ist ein Umzug damit praktisch ausgeschlossen. Ein grundlegender Unterschied zu anderen Modulbauten besteht hier also nicht.

Sobald Sie den Container einmal an einem bestimmten Ort aufgestellt und angepasst haben, passt er an keinen anderen mehr.

5. Ein Haus aus Containern ist für immer

Die Energieleitungen und Anschlüsse werden genau auf den Standort zugeschnitten. In einen Container lässt sich schlecht bohren. Ein späteres Umräumen oder Verlegen im Inneren kommt daher kaum infrage. Der Innenraum wird sich nie mehr grundlegend verändern. Die Wohnung sieht immer gleich aus. Das passt nicht immer zum dynamischen Wesen von Menschen, die alternativ leben. Übrigens: Wie viele der Hunderten erfolgreich umgesetzten und bewohnten Containerprojekte, über die die Medien weltweit so gern berichten, werden noch von ihren ursprünglichen Eigentümern bzw. Bauherren bewohnt? Kaum welche.

Container sind nichts für dynamische Bewohner.

Wohnen in Containern ist natürlich eine interessante Wohnalternative, was das wachsende Interesse nur bestätigt. Lassen Sie sich aber nicht vom Trend mitreißen und wägen Sie alle Möglichkeiten sorgfältig ab. Eine dieser Möglichkeiten ist zum Beispiel das Wohnen im Bauwagen. Mit Ihrer Wohnsituation sollten Sie ein Leben lang zufrieden sein.

Und was pflanzen Sie rund um den Container? Versuchen Sie es mit dem Anbau von Rhododendren. Oder bauen Sie sich einen Pool oder gestalten Sie Ihr Büro schöner.

Die Euro-Beträge sind Richtwerte, umgerechnet zum Kurs der Tschechischen Nationalbank von 24,290 CZK pro EUR am 5. November 2026.

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