Botanisches Aquarell, wie es gelingt und warum Sie keine Angst davor haben müssen
Es geht nichts darüber, ein neues Hobby zu entdecken. Vor allem, wenn uns unsere Leidenschaft Spaß macht und erfüllt, gibt es nichts weiter zu überlegen. Im Gegenteil. Wenn Sie gelernt haben, mit Acrylfarben zu malen, ist es nur ein kleiner Schritt zum Aquarell und von dort noch näher zum botanischen Aquarell. Worin unterscheiden sich botanische Kunst und botanische Illustration? Und warum sollte man überhaupt botanisches Aquarell lernen? Das erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Was ist botanisches Aquarell?
Das Aquarell ist eine Mal- und Zeichentechnik. Der Name stammt vom lateinischen Wort aqua (Wasser), das Wichtigste, was Sie brauchen, ist also tatsächlich Wasser. Schon im alten Ägypten kannte man die Aquarellmalerei sehr gut. Künstler illustrierten mit wasserlöslichen Farben das Totenbuch auf Papyrus und verwendeten Aquarell außerdem zur Verzierung von Sarkophagen.
Das botanische Aquarell widmet sich, wie der Name schon sagt, der Botanik: Blumen, Bäumen, Sträuchern, kurz gesagt der Natur. Das bringt einige Vorteile mit sich:
- Malen Sie draußen!
- Ihren Malplatz richten Sie schnell ein.
- Sie nehmen die Natur anders wahr als gewöhnlich. Detaillierter.
- Sie malen Blumen und Pflanzen.

Inspiration finden Sie zum Beispiel in der Toskana, wo es die schönsten Gärten gibt, oder im Haus Casa Batló in Spanien.
Worin unterscheiden sich botanische Illustration und botanische Kunst?
Auch wenn es nicht so scheint, gibt es auch beim botanischen Aquarell durchaus Unterschiede. Vor allem bei den Begriffen, deshalb zur Erklärung:
Botanische Illustration
Die botanische Illustration kennen Sie bestimmt, vielleicht noch aus der Schule, als Sie ein Herbarium anlegen mussten. Das Hauptziel der botanischen Illustration ist, alle Unterscheidungsmerkmale einer Blume, eines Baumes oder Strauches im exakten Maßstab genau wiederzugeben. Für die botanische Illustration nehmen Sie außerdem besser größeres Papier. Die meisten botanischen Illustratoren malen nicht nur auf großen Formaten, sondern auch lange und wirklich sehr, sehr detailliert. Bei der botanischen Illustration ist es wichtig, geduldig und vielleicht sogar ein wenig Perfektionist zu sein, damit Ihnen das Werk wirklich gelingt. Sie ahnen es also richtig: Es geht vor allem um wissenschaftliche Illustration.
Unsere bekannteste und zudem talentierteste tschechische botanische Illustratorin ist beispielsweise Pavlína Kourková. Ihre Kunst ist besonders in Japan beliebt.
Botanische Kunst
Bei der botanischen Illustration müssen Sie sich genau an die Vorlage halten, bei der botanischen Kunst ist es genau umgekehrt. Sie können freier malen und mit Technik und Maßstab experimentieren. Kurz gesagt: Trauen Sie sich beim Malen, mehr Fantasie einzusetzen. Ihr Bild wird dadurch viel lebendiger. Zu den sehr bewunderten botanischen Malerinnen gehört Jitka Zajíčková.
Welche Pinsel sollten Sie verwenden?
Mit dem richtigen Pinsel malt man ein botanisches Aquarell fein. Wenn Sie mit Aquarellfarben malen möchten, verwenden Sie Farben, die dickflüssiger und nicht so stark mit Wasser verdünnt sind. Deshalb lohnt es sich auch, hochwertige Pinsel zu kaufen. Der Pinsel sollte aus Haar, breit und vor allem rund sein. Ich habe über die Jahre die Marke da Vinci lieben gelernt. Ich besitze mehrere davon, auch in verschiedenen Größen und Breiten. Glauben Sie mir, verschiedene Typen sind Ihnen besonders bei der Arbeit an Details nützlich.
Wenn Sie große Flächen malen, besorgen Sie sich einen größeren und breiten Pinsel, damit es sich gut malen lässt.
Welches Papier können Sie wählen?
Beim Aquarell ist das Papier wirklich das wichtigste Material. Schlechtes Papier erschwert Ihnen nicht nur die Arbeit, sondern gefährdet auch die Haltbarkeit Ihres Werks. Hochwertige Aquarellpapiere werden aus gebleichten Leinenfasern oder Baumwolle in Weiß oder einem leicht gelblichen Farbton hergestellt. Meiden Sie unbedingt Papier in kaltem Weiß.
Das Papier darf nicht aufquellen, sonst laufen Ihnen die Farben ineinander. Es darf außerdem kein Wasser aufsaugen und nicht fettig sein.
Wählen Sie die Farben sorgfältig aus
Sie haben richtig geraten. Damit Ihre Bilder leuchten und zugleich zart wirken, wählen Sie nur hochwertige Aquarellfarben. Wie der Name schon sagt, lassen sich Aquarellfarben mit Wasser verdünnen. Verwechseln Sie sie aber nicht mit einfachen Schulwasserfarben, das ist etwas ganz anderes!
Aquarellfarben für die botanische Illustration bekommen Sie sehr häufig in festen Würfeln, die man in der Fachsprache Näpfchen nennt. Sie können ein ganzes Set kaufen oder die Farben einzeln, das liegt ganz bei Ihnen. Wirklich hochwertige Aquarellfarben enthalten die besten Pigmente und Bindemittel. Meist ist darin Gummi arabicum mit einer Beimischung von Honig enthalten.
Bevor Sie die Farben auf Ihr vorgezeichnetes Papier auftragen, testen Sie sie IMMER auf einem separaten Blatt, um den richtigen Farbton zu treffen.
Botanisches Aquarell ist nicht schwer. Wählen Sie zum Beispiel ein Reise-Aquarellset, dann können Sie Pflanzen etwa im Hospital Kuks malen, das einen wunderschönen Kräutergarten hat.
Wenn Sie unseren Artikel über botanisches Aquarell gelesen haben, schauen Sie sich auch unsere weiteren Artikel an, zum Beispiel wie man Rhododendren anbaut oder was es mit der Box-Diät auf sich hat.






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