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Tudor-Stil beim Wohnen, warum nicht einmal ausprobieren?

Von Dana Beková, 19. 12. 2024
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Einer der interessantesten und schwierigsten Könige Großbritanniens hieß Heinrich VIII. Tudor. Warum ist er allen so gut in Erinnerung geblieben? Er ließ zwei seiner Ehefrauen hinrichten und wünschte sich nichts sehnlicher als einen Sohn. Wie wir aus der Geschichte wissen, wurde der Sohn nur fünfzehn Jahre alt, und nach seinem Tod bestiegen gleich zwei Königinnen den Thron, seine Töchter. Die zweite von ihnen, Elisabeth, war ebenso mächtig wie ihr Vater. Damit endet unser Ausflug in die Geschichte. Und warum haben wir so ausführlich über sie geschrieben? Weil ihnen der Tudorstil zu verdanken ist, und um den geht es hier.

So gelingt der Tudorstil

Vor allem in den USA

Der Tudorstil tauchte vor allem in den USA auf, und zwar im 17. bis 18. Jahrhundert. Beliebt war er aber auch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Geschätzt wurde er auch deshalb, weil sich ein Haus in diesem Stil sowohl für Regen als auch für Schnee eignete. Sie müssen kein großer Geschichtsfan sein, um die interessanten Verzierungen und Holzeinfassungen sowie die massiven Mauern zu bemerken. Häuser im Tudorstil hatten meist eine überwiegend mit Ziegeln verkleidete Fassade, die durch Fachwerk (weit auseinanderliegende Holzbalken mit Putz oder Stein dazwischen) betont wurde. Zu jedem Haus gehören außerdem mehrere markant platzierte Schornsteine aus Ziegel oder Stein.

Weitere Erkennungsmerkmale dieses Stils waren Buntglasfenster, ein abgeflachter gotischer Bogen und verzierte Türen.

Manchmal erinnern sie an romantische Cottages irgendwo auf dem englischen Land. Das nostalgische, altmodische Flair des Tudor-Wohndesigns hat in den letzten anderthalb Jahrhunderten viele Amerikaner angesprochen. Wie viele andere Stile hat auch der Tudorstil sehr eigene Elemente, die ihn von anderen Stilen dieser Epoche unterscheiden.

Wie sieht das Interieur aus?

Wenn Sie Ihre Wohnräume im Tudorstil umgestalten möchten, nur keine Scheu. Im Gegenteil. Sie können sowohl den englischen als auch den französischen Wohnstil nutzen, der wohl jedem gefällt. Vor allem brauchen Sie jedoch:

  • Massive geschnitzte Möbel, am besten in dunklem Holz
  • Buntglasfenster
  • Accessoires im Tudorstil

Vergessen Sie nicht, sich einen Esstisch anzuschaffen, denn er spielte in jener Zeit die wichtigste Rolle. Ebenso wenig dürfen verschiedene Kerzenleuchter, Schalen, Anrichten oder Kommoden, Einbauschränke und Bänke fehlen. Wandkunst gab es in Form von Gobelins und Stickereien, die Geschichten von Schlachten oder kirchliche Motive zeigten und reich an Farben und Details waren. Ein weiteres Luxusgut, das mit der Erfindung der Druckerpresse weithin erhältlich wurde, war das in Leder gebundene Buch.

Böden

Die Böden können aus Stein, Ziegel oder Holz sein, besonders beliebt waren breite Eichendielen. Orientteppiche waren damals noch eine Seltenheit, aber wenn Sie einen besitzen, sollten Sie ihn unbedingt verwenden. Matten oder sogar ein schwerer, strukturierter Wollteppich in einer neutralen Farbe können ebenfalls eine schöne Variante sein. In großen Häusern wurden meist Steinfliesen verwendet. Scheuen Sie sich aber keinesfalls vor Holz, auch das hat seine eigene Atmosphäre.

Große Beleuchtung

Prachtvolle, großflächige antike Beleuchtung darf in einem solchen Zuhause nicht fehlen. Verwenden Sie Kronleuchter, Lampen und kleine Leuchten in verschiedenen Größen. Trauen Sie sich aber auch an eine etwas ausgefallenere Deko. Sie sieht immer gut aus.

Bibliothek

Bücher waren zur Zeit Heinrichs VIII. zwar selten, Sie können sich aber trotzdem eine Leseecke ganz nach Ihrem Geschmack einrichten. Denken Sie an ein großes, gern auch ungewöhnliches Bücherregal. Es sollte vor allem Ihre Persönlichkeit widerspiegeln. Wenn Sie sich dazu noch einen bequemen Ohrensessel anschaffen, haben Sie gewonnen.

Der Tudor-Wohnstil ist gemütlich und hat einen besonderen Reiz. Er ist aber nicht für jeden etwas.

Quelle: housebeautiful.com

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