Geeignete Materialien für die Beeteinfassung
Die Einfassung eines Beets oder Rasens hat nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine praktische Funktion. Sie dient zur Abgrenzung und schafft einen einfachen Übergang zwischen Gehweg, Weg, Rasen oder Beeten. Welche Möglichkeiten der Einfassung gibt es?
Rasenkanten und Rasenbordsteine
Am einfachsten grenzen Sie ein Beet von der Rasenfläche mit verschiedenen Abschlusssteinen ab, zum Beispiel mit Rasenkanten oder Bordsteinen aus Stein. Neben ihrer optischen Wirkung erleichtern sie vor allem langfristig die Rasenpflege. Das Mähen an den Rändern wird dadurch einfacher. Bordsteine und Rasenkanten stehen in den unterschiedlichsten Ausführungen zur Verfügung. Je nach Höhe lassen sie sich einzeln oder zusammen mit Beetpfosten verwenden, etwa als Mauerelement oder als Einfassung für ein Hochbeet.
Palisaden
Palisaden grenzen das Beet optisch von der Umgebung ab und betonen so seine Schönheit. Sie können zwischen mehreren Varianten wählen: aus Kunststoff, Holz oder Stein. Die Wahl hängt vom Geschmack und vom handwerklichen Geschick ab. Erhältlich sind sie einzeln oder in Blöcken, wobei die Blockform natürlich entscheidende Vorteile hat. Sie lassen sich schnell und einfach verarbeiten, da die Pfähle nicht einzeln gesetzt werden müssen. Palisaden können auch mit Draht zu Beeteinfassungen verbunden werden. Beliebt sind aber auch Minipalisaden.
Rindenmulch
Auch Rinde eignet sich zur Beeteinfassung. Rindenmulch ist fein gehäckselte, nicht fermentierte Baumrinde. Er gehört zu den organischen Beetabdeckungen. Der Mulch lockt kleinste Bodenlebewesen an, die die Fruchtbarkeit des Bodens erhöhen. Nach einiger Zeit beginnt Rindenmulch jedoch zu verrotten. Dabei entzieht er dem Boden Stickstoff. Um das auszugleichen, empfiehlt es sich daher, den Boden mit Hornspänen zu vermischen.
Rindenmulch ist nicht für alle Pflanzen geeignet. Versteckte Ecken im Garten oder schwer zugängliche Stellen lassen sich gut mit Rindenmulch abdecken. Das verringert den Pflegeaufwand deutlich. Für Gemüse- und Blumenbeete ist er dagegen nicht ideal. Rindenmulch können Sie auch als Bodensubstrat für ein Terrarium verwenden.
Lavamulch
Lavamulch wird aus vulkanischem Gestein hergestellt. Er ist eine mineralische Alternative zu herkömmlichen Beetmaterialien. Der hohe Mineralanteil verbessert die Bodenstruktur, und der Boden bleibt länger feucht. Durch seine körnige Struktur bleibt das Beet trittfest, außerdem sinkt das Risiko eines Schneckenbefalls. Anders als organische Beetabdeckungen ist Lavamulch völlig geruchlos und verrottet nicht. So sieht das Beet dauerhaft schön aus, und die mühsame Pflege entfällt. Lavamulch lässt sich überall einsetzen, auch zum Bestreuen von Wegen.
Steine
Hochwertige Steine bestehen aus echtem Naturstein. Dazu gehören vor allem größere Formen wie Bruchsteine, Felsen, Findlinge, Quellsteine sowie Platten und Pflaster aus Naturstein. Bei kleineren Varianten spricht man eher von Zierkies und Splitt. Im Handel sind Steine und Kiesel mit natürlich oder künstlich abgerundeten Formen erhältlich. Sie können zwischen verschiedenen Farben wählen. Bei Natursteinen sollten Sie bedenken, dass Farbunterschiede sowie Abplatzungen beim Bewegen der Steine nicht auszuschließen sind.
Zierkies und Splitt
Zierkies setzt im Garten einen markanten Akzent. Bei der Verarbeitung sollten Sie jedoch eine bestimmte Reihenfolge einhalten. Tragen Sie die Fläche, die Sie mit Kies oder Splitt bedecken möchten, zunächst 20 bis 30 cm tief ab. Entfernen Sie sorgfältig das Unkraut und vermischen Sie den ausgehobenen Boden mit Kiessand. Füllen Sie das Gemisch etwa 25 cm hoch wieder auf und decken Sie die Fläche mit einem Unkrautvlies ab. Schneiden Sie das Vlies an den Stellen, an denen Pflanzen gesetzt werden, ein und pflanzen Sie sie ein. Wenn alles fertig ist, wird das Vlies mit einer mindestens 5 cm dicken Kiesschicht bedeckt. Splitt eignet sich vor allem für Wege, Einfahrten oder Stellplätze, denn kantige Steine verkeilen sich ineinander und setzen sich unter Belastung weniger als runder Kies.
Gabionen
Gabionen sind Drahtkörbe oder Gitterkäfige, die einfach mit Steinen gefüllt werden. Sie sind eine praktische und preisgünstige Möglichkeit, ein Grundstück einzufrieden oder den Garten raffiniert zu gestalten. Gabionen lassen sich schnell und einfach aufbauen. Sie bestehen aus einzelnen Bauteilen, die mit wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug miteinander verbunden werden. Der Draht besteht entweder aus Edelstahl oder aus einer rostfreien Metalllegierung, was für eine lange Lebensdauer sehr wichtig ist. Die Steine, mit denen die Gitterelemente gefüllt werden, sollten frostbeständig und größer als die Maschen des Korbs sein. Häufig wird auch recycelter Bauschutt eingefüllt. Da kein Fundament nötig ist, lassen sich die einzelnen Elemente jederzeit umgestalten. Liegt Ihr Garten in einem Überschwemmungsgebiet, sind Gabionen zudem die einzige geeignete Einfassung, die bei Kontrollen durch die Flussgebietsverwaltung (Povodí) nicht beanstandet wird.
Für die Beeteinfassung haben Sie mehrere Möglichkeiten. Richten Sie sich aber immer danach, was Ihnen gefällt. Dann ist es auch schön anzusehen. Lesen Sie auch unsere weiteren Artikel, zum Beispiel wie Sie ein botanisches Aquarell malen, eine Anleitung zum Verankern eines Zauns aus Paletten oder Tipps für gesunde Snacks.







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