Wie nutzt man die Ecke in der Küche?
Der Umbau einer Küche bringt viele wichtige Entscheidungen mit sich, und die Nutzung freier Ecken ist keine Ausnahme. Wenn Sie bei Standardschränken eine Menge Geld sparen möchten, lohnt es sich zu überlegen, ob Sie nicht lieber in eine Eckküche investieren und die leeren Stellen sinnvoll füllen. Entdecken Sie mit uns wirkungsvolle Möglichkeiten, Küchenecken optimal zu nutzen und dabei nicht nur zusätzlichen Stauraum, sondern auch einen gemütlichen Sitzplatz zu gewinnen.

10 Ideen für die kreative Gestaltung der Küchenecke
Wir stellen Ihnen 10 Tipps vor, mit denen Sie eine funktionale und moderne Küche gestalten, in der Sie gerne Zeit verbringen.
„Unsichtbare“ Ecken
Die sogenannte Blindecke der Küchenzeile ist eine der effektivsten Lösungen für den freien Raum, der entsteht, wenn zwei Standardschränke aufeinandertreffen. Den leeren Raum erreichen Sie, indem Sie beide Schränke gleichzeitig öffnen.
Der Nachteil liegt auf der Hand: Sie gewinnen zwar zusätzlichen Stauraum, doch das Problem des Zugangs bleibt bestehen. Wenn Sie Geschirr aus der „unsichtbaren“ Ecke holen möchten, müssen Sie sich hinknien oder tief bücken. Das kann vor allem älteren Menschen mit Rückenschmerzen oder Schwindel Schwierigkeiten bereiten.
Der Platz lässt sich aber nicht nur zum Verstauen von Küchenutensilien nutzen, sondern auch für den Mülleimer. So verschwindet er elegant aus dem Blickfeld, und unangenehme Gerüche breiten sich nicht aus.
Moderne ausziehbare Eckregale
Klassische runde Drehböden (Karussells) ermöglichen es Ihnen, Geschirr, Siebe, Töpfe und Pfannen elegant und in der Reihenfolge zu verstauen, in der Sie sie gewöhnlich benutzen. Der Zugriff ist einfach: Mit einer leichten Fingerbewegung drehen Sie das gerade benötigte Utensil zu sich.
Ganz ohne Bücken geht es natürlich nicht, doch der Raum ist insgesamt besser zugänglich als bei der ersten Variante und im Ergebnis auch etwas funktionaler. Der größte Nachteil liegt daher nicht im Zugang selbst, sondern in der Enge: Sie brauchen ein System, um die einzelnen Geschirrteile übereinander zu stapeln.
Ausziehbare Schubladen
Wenn Sie möglichst viel Stauraum gewinnen und Ihre Küche so planen möchten, dass sie auch einer großen Menge an Geschirr und weiteren Küchenutensilien gewachsen ist, sind ausziehbare Schubladen genau das Richtige für Sie.
Eckschränke mit zwei, drei oder sogar vier Schubladen bieten schnellen Zugriff auf das verstaute Geschirr und dazu reichlich Stauraum. Noch mehr Platz gewinnen Sie mit tieferen Schränken, in denen auch seltener genutzte Haushaltsgeräte unterkommen. Ihr Aussehen erinnert an die Bewegung eines Akkordeons und verleiht der Optik Ihrer Küchenzeile eine interessante Dynamik.
Innenliegende Schwenkauszüge
Eine weitere Möglichkeit, sperrige Töpfe und Pfannen zu verstauen, sind sogenannte Schwenkauszüge, die den klassischen Drehböden allmählich den Rang ablaufen. Ihr größter Vorteil: Sie holen die Küchenutensilien aus dem Schrank direkt vor Sie, sodass Sie sich deutlich weniger bücken und unbequem strecken müssen. Auch wenn sie nicht so viel Stauraum bieten wie „Blindecken“, lohnen sie sich wegen der guten Erreichbarkeit und des Komforts. Bedenken Sie jedoch den höheren Preis.
Diagonale Schränke
Diagonale Schränke werden Sie im Handel wohl kaum finden, ein geschickter Schreiner sollte sie aber problemlos anfertigen können. Sie sind ein ungewöhnliches gestalterisches Element, mit dem Sie den gesamten freien Raum ausfüllen und Ihrer Küche einen modernen Touch verleihen. Sie können die ganze Ecke oder nur einen Teil davon ausfüllen. Dank diagonaler Schränke sparen Sie in der Küche viel Zeit, denn das am häufigsten genutzte Geschirr haben Sie stets griffbereit.
Die passende Küchenspüle wählen
Eine Eckspüle ist eine vorteilhafte Lösung, wenn die Küchenzeile eher klein ist. Sie können eine Spüle wählen, die auf beiden Seiten eine Abtropffläche für das Geschirr hat, wobei eine der Flächen tiefer sein kann, um Besteck und andere Utensilien bequem abzulegen. Wenn Sie auch den Platz hinter der Spüle nutzen möchten, bietet sich ein dekoratives Podest an, auf das Sie einen Wasserkocher oder eine Kaffeemaschine stellen können.
Sogenannte tote Ecken nutzen
Verwechseln Sie die Maximierung des freien Raums nicht mit seiner Verschwendung. Bei älteren Küchen, die Sie derzeit nicht durch neue ersetzen möchten, ist es besser, schwer zugängliche Ecken leer zu lassen, statt dort Platz für Geschirr und Küchenutensilien schaffen zu wollen. Nutzen Sie den Raum stattdessen zum Beispiel für einen Besen oder andere Helfer, die so griffbereit und trotzdem verstaut sind.
Wie richtet man Sitzplätze ein?
Wenn Sie lieber auf Stauraum verzichten und dafür einen bequemen Sitzplatz für Gäste schaffen möchten, ist eine eingebaute Sitzbank eine kreative Lösung. Bedenken Sie jedoch, dass an einer Eckinsel nicht mehr als zwei Barhocker Platz finden. Wenn Sie also eine größere Runde bewirten möchten, investieren Sie besser in eine Kücheninsel, die nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern dank der Unterschränke auch als versteckter Stauraum dient.

Eine eingebaute Speisekammer integrieren
Wenn Sie die am häufigsten verwendeten Zutaten stets griffbereit haben möchten, können Sie die Eckschränke durch einen eleganten Einbau-Vorratsschrank ersetzen. Planen Sie eine ganz neue Küchenzeile und möchten Sie den Vorratsschrank in deren Ecke integrieren, überlegen Sie, ob Ihnen links davon der Herd und rechts die Spüle zusagen würde. Diese Aufteilung könnte die Zubereitung von Speisen deutlich beschleunigen. Rechnen Sie jedoch damit, dass Einbau-Vorratsschränke für die Ecke deutlich teurer sind.
Ausziehbare Regale für Haushaltsgeräte
Stehen Hand- oder Standmixer, Toaster oder Küchenmaschine auf der Arbeitsplatte, schränken sie die Bewegungsfreiheit beim Hantieren mit Utensilien und beim Kochen erheblich ein. Zugleich sind diese Geräte recht schwer, sodass auch das Verstauen in Unterschränken für Ihre Rückenmuskulatur kein Zuckerschlecken sein muss. Abhilfe schaffen tiefe ausziehbare Regale, in denen Sie größere Geräte elegant verstauen und nur dann hervorholen, wenn Sie sie wirklich brauchen.
Wie organisiert man das Innere der Küche?
Die Organisation der Innenräume einer Küchenzeile sollte immer mit gründlichem Aufräumen beginnen. Nehmen Sie zunächst alle Haushaltsgeräte und Küchenutensilien aus Schränken, Regalen und Fächern und reinigen Sie anschließend den Stauraum gründlich: Wischen Sie Schmutz und Staub ab und legen Sie in die gesäuberten Fächer rutschfeste Einlagen.
Im nächsten Schritt geht es ans Sortieren der einzelnen Küchenutensilien. Häufig werden vor allem kleinere Haushaltsgeräte (Brotbackautomat, Eismaschine oder Waffeleisen) nach einiger Zeit nicht mehr benutzt. Es ist sinnvoller, sie zu verkaufen oder zu verschenken und so mehr Platz zu gewinnen.
Zum Schluss müssen Sie alles nur noch strategisch so anordnen, dass Sie beim Kochen und Backen alles in Reichweite haben und Ihnen zugleich genug Platz für die eigentliche Zubereitung bleibt. Hier einige Tipps für eine gelungene Organisation im Inneren Ihrer Küche:
- Täglich genutztes Geschirr wie Becher, Gläser und Besteck bewahren Sie in der Nähe der Spüle oder des Geschirrspülers auf.
- Richten Sie sogenannte Zonen ein. Eine Zone kann zum Beispiel die Kaffeeecke sein, zu der nicht nur die Kaffeemaschine gehört, sondern auch Kaffeebohnen, Kaffeefilter und nicht zuletzt Ihre Lieblingstassen.
- Halten Sie stets ein Geschirrtuch oder Küchenpapier bereit. Einen praktischen Rollenhalter platzieren Sie in der Nähe der Spüle. Ähnlich verfahren Sie mit häufig benutzten Töpfen und Pfannen, die Sie in der Nähe des Kochfelds aufbewahren.
- Obere Schubladen und Fächer füllen Sie mit Utensilien, die Sie seltener brauchen. Dort ist auch Platz für Zierpflanzen oder Dekoration.
- Saisonale Küchenausstattung wie Plätzchenausstecher oder eine Form für das Osterlamm bewahren Sie zusammen mit dem Festtagsschmuck in der Abstellkammer oder im Keller auf.



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