7 Tipps zur Einrichtung einer kleinen Zweizimmerwohnung mit Kochnische
Jeder möchte gern ein gemütliches und stilvolles Zuhause. Dafür sollten Sie jedoch alles vorher gründlich durchdenken. Wenn Sie eine kleine Wohnung gekauft haben, stehen Sie vor demselben Problem wie Menschen, die in einem Bauwagen leben: dem Kampf mit dem begrenzten Platz, und das ist eine große Herausforderung. Worauf sollten Sie also beim Einrichten eines solchen Raums achten, und worauf sollten Sie sich konzentrieren? Wie nutzen Sie den Platz möglichst effizient?
In der kleinen Wohnung mitdenken
Die steigenden Immobilienpreise haben Sie gezwungen, eine kleinere Wohnung zu kaufen. Gut. Das ist keine ganz schlechte Wahl. Eine solche Wohnung kann nämlich als Mietobjekt dienen und ist zugleich ideal für Singles. Aber wie kommen Sie mit so wenig Platz zurecht? In erster Linie müssen Sie jeden Zentimeter Ihrer Wohnung nutzen. Mit cleveren Lösungen können Sie sie praktisch einrichten, sodass sich Ihre Vorstellungen vom schönen Wohnen mit dem begrenzten Raum vereinbaren lassen. Sie müssen sich nur an einige Empfehlungen halten.

1. Farben
Die erste richtige Entscheidung ist eine gelungene Farbwahl. Vergessen Sie leider wilde und kräftige Wandfarben sowie dunkle Möbel. Wählen Sie lieber helle Töne. Sie lassen den Raum optisch größer wirken, und Sie können sie je nach Stimmung mit Accessoires immer wieder variieren. Zartrosa Kissen sind schnell ausgetauscht, eine Wand in Weinrot dagegen ist eine ganz andere Herausforderung. Außerdem wirkt ein Raum in hellerer Farbe größer.
2. Die passenden Möbel
Wenn Sie sich Massivholzmöbel wünschen, müssen wir Sie leider ebenfalls enttäuschen. Sie schaffen zwar eine warme Atmosphäre im Raum, passen aber nicht in kleine Räume. Kaufen Sie für das Wohnzimmer lieber auch hier Schränkchen oder Regale in hellen Farbtönen, die einen luftigeren Eindruck erzeugen. Diese können Sie mit bunten Kisten, Weidenkörben oder Truhen füllen, in denen Sie Kleinkram oder Unordnung verstauen.
Tipp: Wenn Sie Möbel für eine kleine Wohnung kaufen, wählen Sie sie möglichst hoch, damit sie so viele Dinge wie möglich aufnehmen können.
Beim Einrichten eines kleinen Raums sind Multifunktionsmöbel Ihr Verbündeter. Das Sofa muss nicht nur bequem, sondern auch leicht ausziehbar sein, denn es wird jede Nacht zum Bett. Es sollte einen Stauraum für Bettwäsche haben. Bettdecke und Kissen nehmen viel Platz ein und müssen morgens schnell aus dem Blickfeld verschwinden.
Schnelle Umgestaltungen gelingen mit Tischen auf Rollen (Sie können sie rasch verschieben) oder mit Satztischen, die wenig Platz beanspruchen.
Investieren Sie statt in Sessel lieber in Hocker, am besten ebenfalls auf Rollen und mit zusätzlichem Stauraum (davon gibt es nie zu viel, und Sie werden oft etwas verstauen müssen). Nutzen Sie im kleinen Bad den Platz über der Toilette oder unter dem Waschbecken bis in den letzten Winkel. Der Medizinschrank sollte farblich zur Einrichtung passen, dann fällt er nicht auf.
3. Licht ist das A und O
Wie bereits erwähnt, wählen Sie helle Farbtöne und meiden Sie dunkle Farben. Mit Licht lässt sich in kleinen Räumen ebenfalls zaubern. Richtig platziert, vergrößert es Ihr Zimmer optisch. Ergänzen Sie die zentrale Lichtquelle sinnvoll mit Spots, kleineren Tischleuchten oder Stehleuchten mit unterschiedlicher Lichtfarbe und Reichweite. Geben Sie außerdem klaren Linien und schlichtem Design den Vorzug. Auch Spiegel helfen Ihnen, bringen Sie welche in der Wohnung an. Wenn Sie ein Spiegel im Schlafzimmer nicht stört, hängen Sie ruhig einen auf. Er vergrößert den Raum optisch.
Licht hat Macht! Geschickt eingesetzt, vergrößert es nicht nur die Wohnung optisch, sondern „grenzt“ auch jeden verwinkelten Bereich ab und schafft eine einzigartige Atmosphäre. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Ihren Raum mit einer anderen Person teilen.
Eine Arbeitsbeleuchtung über der Küchenzeile erhellt die Arbeitsfläche und ermöglicht es Ihnen, einen Snack zuzubereiten, ohne das Hauptlicht einzuschalten. Ein kräftiger Spot am Schreibtisch lässt Sie arbeiten, auch wenn die andere Person schlafen gehen möchte. Eine Stehleuchte mit warmem Licht eignet sich zum Entspannen auf dem Sofa, und den Essbereich betont eine Leuchte, die direkt über dem Tisch hängt. Schnelle Umgestaltungen gelingen mit mobilen Stehleuchten, und zum Lesen können Sie kleine Klemmleuchten verwenden, die Sie am Regal über dem Sofa befestigen.
Sie wissen nun, dass Licht, Spiegel und helle Farben wahre Wunder wirken. Es gibt aber noch weitere Tricks. Hohe Decken vermitteln ein Gefühl von Weite. Wenn Sie nicht in einem alten Mietshaus wohnen, können Sie die Decke optisch „anheben“. Bringen Sie die Gardinenstange so hoch wie möglich an und hängen Sie lange, bodentiefe Vorhänge auf. Setzen Sie auf vertikale Formen, etwa Bilder in hochformatigen Rahmen und hochkant ausgerichtete Spiegel.
Die Sockelleisten sollten zur Wandfarbe passen, so gewinnt der Raum einige Zentimeter. Wählen Sie filigrane, durchbrochene Möbel, die leichter wirken und das Licht nicht abschirmen. Achten Sie darauf, dass Sofas, Schränke und Bücherregale kleine Füße haben. Je schlanker sie sind, desto leichter wirkt das Ergebnis. Es geht ganz um die optische Wirkung.
4. Stauraumsystem
Wenn Ihre Wohnung aufgeräumt und geräumig wirken soll, brauchen Sie durchdachten Stauraum. Im Schlafzimmer versuchen wir meist, so wenige Dinge wie möglich herumliegen zu lassen. Mit eingebauten Einbauschränken nach Maß haben Sie nur noch halb so viele Sorgen. Kurz gesagt: In einer kleinen Wohnung müssen Sie Dinge und Kleidung vom Boden bis zur Decke unterbringen. So bleibt kein Platz ungenutzt, und die Dinge, die uns sonst im Weg sind, verschwinden.
Tipp: Wenn Sie sich mit der Heizung beschäftigen, denken Sie unbedingt auch an die Größe der Heizkörper. Je weniger sie in den Raum hineinragen, desto besser. Seien Sie auch bei der Farbwahl vorsichtig. Wählen Sie die Heizkörper möglichst in derselben Farbe wie die Wand.
5. Arbeiten im Wohnzimmer
Der Schreibtisch sollte dort stehen, wo Sie Ruhe haben und sich konzentrieren können. Außerdem sollten Sie ihn nicht ständig vor Augen haben, wenn Sie gerade nicht arbeiten. Ein ungeeigneter Platz für den Schreibtisch ist auf jeden Fall das Schlafzimmer, denn es dient ausschließlich der Erholung und Entspannung. Ihnen bleibt also nichts anderes übrig, als den Schreibtisch im Wohnzimmer aufzustellen. Probieren Sie zum Beispiel einen Eckschreibtisch: Er grenzt den Arbeitsbereich ab und bietet zudem Platz für Arbeitsmaterialien. Denken Sie daran, nicht mit dem Rücken zur Tür zu sitzen, denn diese Position ist unnatürlich und kann nur Nervosität auslösen.
6. Kleine Wohnungen brauchen ein anderes Bett
Sie sind nicht gerade begeistert von der Vorstellung, jeden Morgen das Bett wegräumen zu müssen? Keine Panik. Ein solches Bett können Sie auch nur dann zusammenklappen, wenn Sie Besuch erwarten oder für eine Aktivität mehr Platz brauchen. Schlafsofas sind meist nicht die beste Wahl. Außerdem ersetzt ein Sofa kein vollwertiges Bett.
7. Clevere Lösungen für Ihre Wohnung
Ihr Wohnraum sollte so praktisch wie möglich sein. Klappstühle und ein klappbarer Esstisch sind beliebte Lösungen. Für möglichst komfortables Kochen sollten Sie außerdem die Küchenzeile mit Arbeitsfläche und Stauraum sorgfältig auswählen. Eine gute Lösung sind auch Schiebetüren. Sie sind zwar teurer und technisch aufwendiger, aber dadurch gewinnen Sie bis zu zwei Quadratmeter Platz.
Ein abschließender Tipp für kleine Wohnungen
Es mag ein Klischee sein, aber in einem sauberen und aufgeräumten Raum atmet und denkt es sich besser. In einer kleinen Einzimmerwohnung können Sie nicht einfach die Schlafzimmertür schließen oder einen Haufen unnötiger Dinge ins Nebenzimmer werfen. Regelmäßiges Aufräumen sollte nicht viel Zeit in Anspruch nehmen.
Machen Sie eine saisonale Bestandsaufnahme: Trennen Sie sich von Unnötigem, gehen Sie Ihre Kleidung durch und räumen Sie weg, was nicht mehr zur Saison passt. Vakuum-Aufbewahrungsbeutel werden dabei Ihre unschlagbaren Verbündeten.
Verzichten Sie nicht auf das Aussehen Ihrer Wohnung und suchen Sie nicht um jeden Preis nach funktionalen Lösungen. Ihre Wohnung sollte schließlich Ihren Bedürfnissen entsprechen. Überlegen Sie, was Ihnen Freude macht: Kochen Sie lieber und brauchen einen größeren Kühlschrank, oder ist ein weiterer Schuhschrank für Sie nützlicher?
Bringen Sie Ihre Lieblingsfarbe mit leicht austauschbaren Accessoires ins Spiel, etwa mit Kissen, Bettwäsche, einer Tischdecke oder einer Decke. Stellen Sie aus, was Ihnen wichtig ist, vielleicht Bücher oder Ihre liebsten Reisefotos? Achten Sie auf Maß und folgen Sie Ihrem eigenen Stil. Am wichtigsten ist schließlich, dass Sie sich in Ihrer Wohnung wohlfühlen!
Hoffentlich haben Ihnen unsere Tipps zumindest ein wenig geholfen. Wenn ja, lesen Sie auch unsere weiteren Artikel, zum Beispiel wie Sie Hypothekenzinsen von der Steuer absetzen oder wie Sie möglichst schnell reich werden.






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