6 Tipps, wie Sie Nadelgehölze im Garten kombinieren
Nadelgehölze verschönern jeden Garten, ihre Kombination sollte jedoch sorgfältig gewählt werden. Nicht alle brauchen gleich viel Pflege. Wenn Sie zum Beispiel viel arbeiten, sollten Sie keine Nadelgehölze wählen, die intensive Pflege erfordern. Zur Auswahl steht eine riesige Menge sogenannter Evergreens, also immergrüner Hecken, die das Landschaftsbild beleben und dabei wenig Pflege brauchen.
Nutzen Sie die Vielseitigkeit von Nadelbäumen
Dank Nadelgehölzen wirkt auch ein trister Wintergarten oder ein Vorgarten frisch und schön. Immergrüne Nadelgehölze sind zudem in jeder Gartengestaltung nützlich. Sie sind unschlagbar als Sichtschutz, Grundbepflanzung, ungewöhnlicher Hintergrund für Blumenbeete oder als Akzente, vom kleinsten Steingarten bis zum Rand ausgedehnter Waldbestände. Außerdem brauchen Nadelgehölze nur minimale Pflege. Es genügt, sie gelegentlich zu schneiden und abgestorbene oder beschädigte Äste zu entfernen.
Tipp: Beim Schneiden von Nadelgehölzen kann sich klebriges Harz auf Ihrer Haut sammeln. Entfernen Sie es mit Alkohol und Feuchttüchern oder mit einem speziellen Reiniger aus der Gärtnerei.
6 Tipps, wie Sie Nadelgehölze im Garten kombinieren
Vielleicht scheuen Sie sich, sich gleich an Nadelgehölze zu wagen. Es wird Sie aber sicher überraschen, dass schon ein paar im Garten verteilte Bäumchen genügen, um ihn das ganze Jahr über zu verschönern. Diese 6 Schritte helfen Ihnen, Ihren Garten mit Nadelbäumchen attraktiver zu machen.
Tipp 1, passen Sie die Nadelgehölze der Gartengröße an
Der erste Aspekt bei der Planung einer nadelgehölzreichen Bepflanzung ist die Größe des Gartens. Kleine Gärten oder steile Steingärten bepflanzt man mit kleinen, langsam wachsenden Zwerg- oder Miniaturbäumchen, während in größere Gärten mittelgroße oder große Bäume passen.
Die Gartengröße sollte jedoch nie der einzige entscheidende Faktor bei der Pflanzenwahl sein. Bedenken Sie auch, welche Rolle die Bepflanzung übernehmen soll. Ein Sichtschutz erfordert große Bäume, auch wenn die Pflanzfläche relativ klein ist. Andererseits wirkt selbst im größten Steingarten ein ausgewachsener Baum fehl am Platz.
Gärtner raten:
- In einen großen Garten passen große, immergrüne Bäume (Weymouth-Kiefer, Gemeine Fichte, Weißtanne) als Sichtschutz entlang der Grundstücksgrenze und als Hintergrund für mittelgroße Nadelgehölze, die davor gepflanzt werden.
- Für einen kleineren Garten eignet sich eine Reihe frei angelegter Hochbeete, bepflanzt mit Miniatur- und Zwergnadelgehölzen sowie bodendeckenden Stauden.
Tipp 2, achten Sie auf die Silhouetten der Nadelgehölze
Wenn die Größe der Nadelgehölze feststeht, ist es Zeit, über ihre Kombination nachzudenken. Die Wuchsformen der Bäume ändern sich nämlich nie. Ein Nadelgehölz in Form eines Weihnachtsbaums sieht wie ein Kegel aus, egal ob es 5 oder 50 Jahre alt ist. Der Trick besteht darin, statische Formen in dynamische Kompositionen zu verwandeln und die Formen so nebeneinander anzuordnen, dass die direkten Nachbarn die Individualität jedes Baums hervorheben.
Eigentlich geht es „nur“ um das Kombinieren von Formen. Zum Glück haben fast alle Nadelgehölze eine von 4 Grundformen: flach, rund, kegelförmig oder säulenförmig. Woran erkennen Sie die Silhouetten?
- Verlaufen die Linien der Pflanze waagerecht, handelt es sich um eine flache Sorte. Ein Beispiel ist der Wacholder ‚Blue Carpet‘.
- Sind sie aufrecht und parallel, ist es eine Säule. Ein Beispiel ist der Wacholder „Moonglow“.
- Bilden die Linien ein umgekehrtes „V“, ist es eine kegelförmige Sorte. Typische Beispiele sind Weihnachtsbäume.
- Besteht die Silhouette aus gebogenen Linien, handelt es sich um einen runden oder ovalen Baum. Ein Beispiel ist die Blaufichte ‚Montgomery‘.

Tipp 3, setzen Sie auf Kontraste
Wie schaffen Sie Kontraste und gestalten aus Bäumen ein „lebendiges Objekt“? Das wichtigste Gestaltungsprinzip ist die Suche nach maximalem Kontrast, der entsteht, wenn Sie keine 2 ähnlichen Formen nebeneinander setzen. Achten Sie darauf, dass sich jedes Nadelgehölz möglichst stark von seinen Nachbarn unterscheidet.
Den Kontrast können Sie auch steigern, indem Sie die Farben benachbarter Nadelgehölze variieren. Die meisten Sorten gibt es in 3 oder 4 Farbtönen, von Grün über Blau bis Gelb. Achten Sie auch auf die Struktur der Bäume. Manche sind zum Beispiel luftig und offen, andere dagegen dicht und kompakt.
Tipp 4, setzen Sie die leuchtendsten Farben an unscheinbare Stellen im Garten
Auch wenn Nadelgehölze vor allem wegen ihres Potenzials geschätzt werden, den Wintergarten zum Leuchten zu bringen, sind sie im Sommer genauso wichtig, besonders an Stellen mit extremer Hitze, an denen Stauden leiden. Wo in der Sommerhitze Farbe fehlt, pflanzen Sie farbige Nadelgehölze. So wirkt der Garten auch in der Hauptsaison trotz stark steigender Temperaturen lebendig.
Nadelgehölze zeigen ihre eindrucksvollste Farbe in voller Sonne. Grün überwiegt natürlich, es gibt aber auch gelbe und goldene, stahlblaue, weiße und sogar pflaumen- und mahagonifarbene Töne. Wenn Sie entscheiden, welche Nadelgehölze Sie pflanzen, wählen Sie IMMER nur 2 dominante Farben, denn die Wiederholung lässt den Garten harmonisch wirken.

Tipp 5, halten Sie sich an die Regeln professioneller Gartendesigner
Die Grundregeln der Landschaftsarchitekten helfen Ihnen, sich bei der Gestaltung interessanter Gärten zurechtzufinden.
- Regel 1: Jeder Garten sollte ein ausgewogenes Verhältnis von Stauden, Einjährigen, Bäumen/Sträuchern und Nadelgehölzen haben.
- Regel 2: Der Garten sollte zu etwa 25 % aus Nadelgehölzen bestehen. Die Beete sehen dann großartig aus, sind pflegeleicht und wirken trotzdem nicht wie ein botanischer Garten.
- Regel 3: Weniger als 10 % Nadelgehölze im Garten erwecken den Eindruck, dass dort gar keine stehen.
Tipp 6, trauen Sie sich zu experimentieren, Nadelgehölze überstehen fast alles
Nadelgehölze gehören zu den widerstandsfähigsten und tolerantesten Pflanzen. Sie können sie auch an unwirtlichen Standorten pflanzen und erhalten trotzdem eine schöne Bepflanzung. Egal, welchen Standort Sie haben (Sumpfgebiete, feuchte Stellen, steile und sonnige Hänge, ein von der Sonne ausgedörrter Streifen an der Einfahrt oder eine schattige, trockene Waldlichtung), Sie können sich immer sicher sein, dass es ein Nadelgehölz gibt, das all das verträgt.
Betrachten Sie Nadelgehölze als Mehrzweckpflanzen: Sie passen sich hervorragend an noch so schwieriges Gelände an und verschönern es zugleich mit ihrer bemerkenswerten Form, Farbe und Struktur. Thujen zum Beispiel überleben fast überall (auch intensiven Rückschnitt), und die Sibirische Zypresse fühlt sich an trockenen, schattigen Stellen wohl.
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